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Microsoft Azure oder AWS: Welche Cloud-Skills passen zu deinem Berufsweg?

vor 3 Tagen
3 Min. Lesezeit

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Microsoft Azure und Amazon Web Services (AWS) bieten beide die Bausteine, um Anwendungen und Daten in der Cloud zu betreiben. Für deine berufliche Ausrichtung ist weniger entscheidend, welche Plattform „besser“ ist, sondern mit welchen Systemen du arbeiten möchtest und welche Grundlagen du auf andere Umgebungen übertragen kannst. Multi-Cloud-Skills helfen dabei – sie ersetzen aber keine praktische Erfahrung mit einer konkreten Plattform.


Worin unterscheiden sich Microsoft Azure und AWS?

Microsoft Azure ist die Cloud-Plattform von Microsoft, AWS die von Amazon. Beide bieten Rechenleistung, Speicher, Datenbanken und Dienste für die Bereitstellung von Anwendungen. Unterschiede zeigen sich vor allem bei Produktnamen, Bedienung und der Einbindung in bestehende IT-Umgebungen: Virtuelle Server heißen bei Azure Virtual Machines und bei AWS EC2-Instances; für Objektspeicher stehen beispielsweise Azure Blob Storage und Amazon S3 zur Verfügung. Wer bereits Microsoft-Dienste verwaltet, findet in Azure möglicherweise vertraute Konzepte wieder. Bei AWS müssen ähnliche Aufgaben mit anderen Diensten und Werkzeugen umgesetzt werden.


Wo kommen Azure und AWS zum Einsatz?

Beide Plattformen kommen infrage, wenn Teams Webanwendungen bereitstellen, Daten verarbeiten, Entwicklungsumgebungen betreiben oder bestehende IT-Systeme ergänzen wollen. In manchen Unternehmen wird Azure vor allem für interne IT-Systeme eingesetzt, während AWS die Infrastruktur für Kundenanwendungen oder öffentlich zugängliche SaaS-Lösungen bereitstellt. Das ist jedoch keine feste Aufteilung: Beide Plattformen eignen sich für beide Einsatzbereiche.

Welche Plattform ein Unternehmen einsetzt, hängt unter anderem von vorhandenen Anwendungen, dem Wissen im Team und den Anforderungen an Betrieb und Datenverarbeitung ab. Deshalb können auch mehrere Plattformen nebeneinander vorkommen. Eine Microsoft-365-Umgebung allein sagt noch nichts darüber aus, wo etwa eine Kundenanwendung betrieben wird.


Was bedeuten Multi-Cloud-Skills im Berufsalltag?

Multi-Cloud bedeutet, mit mehr als einem Cloud-Anbieter arbeiten zu können oder Dienste mehrerer Anbieter in einer IT-Landschaft zu nutzen. Im Beruf geht es dabei nicht darum, jeden Dienst auswendig zu kennen. Wichtiger ist, eine Aufgabe auf verschiedenen Plattformen einordnen zu können: Wo läuft die Anwendung, wer erhält Zugriff, wo liegen Daten und wie werden Fehler sichtbar? Die Grundfragen bleiben ähnlich, auch wenn Dienste, Rollenmodelle und Oberflächen anders heißen. Wer diese Unterschiede übersetzen kann, findet sich beim Wechsel zwischen Azure und AWS leichter zurecht.

Multi-Cloud ist nicht dasselbe wie Hybrid Cloud: Bei Hybrid Cloud werden eigene IT-Umgebungen und Cloud-Dienste miteinander verbunden.


Mit welcher Plattform solltest du lernen?

Für den Einstieg ist eine Plattform meist der bessere Übungsraum als zwei gleichzeitig. Du kannst dort eine kleine Anwendung bereitstellen, Zugriffsrechte vergeben, Protokolle prüfen und Ressourcen wieder entfernen. Danach lässt sich dieselbe Aufgabe auf der anderen Plattform nachvollziehen. So erkennst du, welche Fähigkeiten übertragbar sind und wo du die Eigenheiten eines Anbieters lernen musst.

Wenn du aus der Microsoft-Administration kommst, kann Azure ein anschlussfähiger Einstieg sein; bei Erfahrung mit AWS-Diensten bietet sich der umgekehrte Weg an. Für Quereinsteiger*innen ohne solchen Bezug ist die Plattformwahl weniger wichtig als ein nachvollziehbares Praxisprojekt. Grundlagen zu Netzwerken, Linux, Identitäten und Berechtigungen helfen auf beiden Seiten. Auch Infrastructure as Code – das Beschreiben von Infrastruktur in Dateien statt ausschließlich per Klick – ist ein sinnvoller nächster Lernschritt.


Wie richtest du die Weiterbildung auf einen Job aus?

Orientiere dich zuerst an der gewünschten Tätigkeit statt an einem möglichst langen Katalog von Cloud-Diensten. Für Cloud Operations sind etwa Berechtigungen, Überwachung und Fehlersuche wichtig; in der Entwicklung stehen Bereitstellung, Schnittstellen und der Umgang mit Daten stärker im Vordergrund. Microsoft-Produkte sind in vielen Unternehmen vorhanden. Das kann Azure-Kenntnisse besonders für Rollen in der internen IT interessant machen, bedeutet aber nicht, dass dort auch Azure genutzt wird. AWS-Kenntnisse können je nach Branche und Unternehmen stärker für bestimmte Anwendungen gefragt sein. Prüfe deshalb in passenden Stellenanzeigen, welche Plattform genannt wird und welche Aufgaben damit verbunden sind. Ein abgeschlossenes Übungsprojekt, dessen Entscheidungen und Fehler du erklären kannst, zeigt deine Kenntnisse anschaulicher als eine Liste besuchter Kurse.

Die Codingschule bietet Live-Online-Trainings, Coachings und berufliche Weiterbildungen unter anderem zu Cloud und DevOps an. Wenn du einen Bildungsgutschein nutzen möchtest, prüfe die Voraussetzungen für das konkrete Angebot: Nicht jede Weiterbildung ist dafür förderbar.

 
 
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